In Chicago

31. August 2008

Hi. Der Countdown läuft, heute sind es noch genau zwei Wochen bis ich wieder deutschen Boden betrete! Wir haben es mittlerweile bis Chicago geschafft, was schon ein ziemlicher Wahnsinn ist wenn ich daran denke das wir von Costa Rica aus losgefahren sind! Acht Wochen sind wir nun schon unterwegs und haben in den unterschiedlichsten Ländern so viel erlebt dass es mir manchmal schwer fällt das alles zu glauben! Der Tag an dem wir unsere Rucksäcke gepackt und in einer etwas panischen Aktion unser Apartment ausgeräumt haben um noch schnell den Ticabus nach Nicaragua zu bekommen scheint unendlich weit weg.Ich werd am besten ein riesiges Fotoalbum machen, es mir eine Woche lang immer wieder ansehen und das Gefühl haben: “ach ja, hier warst du ja auch…”  Um die Lücke zwischen San Francisco und Chicago noch zu schließen: Wie bereits erwähnt haben wir uns einen Tag lang ein Fahrrad geliehen und sind bei strahlendem Sonnenschein an der Küste entlang und über die Golden Gate Bridge nach Sausalito gefahren. Ein herrlicher Tag! Ansonsten haben wir uns noch Alcatraz angesehen, sind viel herumgelaufen und haben das Flair der Stadt genossen.
Leider war es zwischendurch immer mal etwas stressig da wir keine Reservierung hatten und fast jeden Tag nach einer neuen Unterkunft suchen mussten. Die Hostels waren dank eines Musikfestivals im Golden Gate Park total ausgebucht. Wir haben uns aber irgendwie durchgeschlagen!

Mit dem Zug ging es dann am 25.08 weiter nach Portland im Bundestaat Oregon. Bobby, den wir in Nicaragua kennen gelernt haben hat uns zu sich eingeladen. Wir hatten schon zugesagt und die Weiterreise gebucht bevor wir überhaupt wussten wo Portland liegt! Es war dann etwas weiter nördlich als gedacht, ganz oben in Oregon. Mit dem Zug sind wir in einer 18 stuendigen, recht angenehmen Fahrt dort hin gekommen.

Die Anreise hat sich aber auf jeden Fall gelohnt! Wir haben uns, auf typisch amerikanische Art, Bobbys Pickup geschnappt die Campingausrüstung eingeladen und sind in die Natur gefahren. Über scheinbar endlose Straßen ging es durch wunderschöne Landschaften. Nach einer kurzen Wanderung in den Wald haben wir an einem Fluss unser Zelt aufgeschlagen und ein Lagerfeuer gemacht.
Endlich wieder Natur nach den vielen, ueberfuellten Grossstaedten! Am nächsten Tag haben wir noch einen Abstecher zur Küste gemacht, bevor es wieder zurück nach Portland ging.

Am 28.08 saß ich dann auch schon im Flieger nach Chicago. Felix wollte lieber mit dem Zug fahren um die schöne Landschaft auf der Strecke sehen zu können, so dass wir uns getrennt und gestern hier in Chicago wieder getroffen haben. In den zwei Tagen die der Felix im Zug verbracht hat, hab ich mir die Stadt schon mal angesehen. Ich hab noch eine lange Liste mit Sachen die ich hier noch sehen möchte und werd mich auch gleich mal aufmachen…

Mit Bildern kann ich diesmal leider nicht dienen. Nachdem ein Virus letztens meine Speicherkarte gefressen hat und ich nur mit viel Aufwand die Bilder retten konnte bin etwas vorsichtig geworden!

Ich werd aber versuchen von einem vertrauenswürdigen Rechner aus was nachzuliefern!

Liebe Grüße und bis schon bald,

daniel 

Stars und Sternchen

20. August 2008

Hi Fans! Hier das neuste aus den Vereinigten Staaten von Amerika! Die letzten 3 Tage haben wir  in Los Angeles verbracht. Die erste Nacht in einem Hostel direkt am Hollywood Boulevard und dann bei Bekannten etwas ausserhalb vom Stadtzentrum. Wir haben uns das ein oder andere in LA angesehen, was im Vergleich zu dem was gestern passierte jedoch nicht erwaehnenswert ist! Wir haben gestern das Highlight unseres ganzen USA-trips erlebt!

Felix und ich haben uns gedacht wenn wir schon in LA sind koennen wir doch mal am Set von unserer absoluten Lieblingsfernsehserie ”Scrubs” vorbeischauen. Wir waren ja schon echt aufgeregt das alte Krankenhaus das zum Filmset umfunktioniert wurde von aussen zu sehen, es wurde aber noch besser als wir eine exklusive Fuehrung durch die Studios bekommen haben. Gleich am Eingang haben wir ZACH BRAFF alias JD getroffen!!!!!!!!!

Wir haben uns gefreut wie kleine Kinder! Schaut euch die Bilder an, wer die Serie kennt wird meine Euphorie nachvollziehen koennen! 

Heute sind wir in San Francisco angekommen, sind ein bisschen herumgelaufen und mit den beruehmten Cable cars gefahren. Morgen leihen wir uns ein Fahrrad aus um mal auf die andere Seite der Golden Gate Bridge zu fahren und uebermorgen machen wir eine Tour zur Gefaengnissinsel Alcatraz. 

Gringolandia

17. August 2008

Nach zwei coolen Tagen in Guadalajara, ein paar Tequila und unseren letzten Tacos sind wir gestern in San Diego angekommen. Das erste mal auf unsere Reise haben wir das Flugzeug als Transportmittel bevorzugt, was uns ein paar Stunden Busfahrt erspart hat. Von Guadalajara aus ging es früh morgens los Richtung Tijuana. Die mexikanische Grenzstadt hat nicht gerade den besten Ruf und ist dafür bekannt dass man dort verschreibungspflichtige Medikamente, Drogen und wer weiß was noch einfach beziehen kann. Außerdem gilt die Stadt als Attraktion für jeden US-Touristen der schon immer mal in Mexiko gewesen sein wollte um sich mit einem Tequila in der Hand und einem Sombrero auf dem Kopf fotografieren zu lassen! Mit dem wahren Mexiko hat das jedenfalls nichts zu tun. Wir sind dann dort nur durchgelaufen um die Grenze zu überqueren und mit der Straßenbahn zur Innenstadt von San Diego gefahren.

Wie man dass dann so macht wenn man in ein anderes Land kommt haben wir erstmal nationaltypisch gegessen, MC DONALDS! Das Gefühl dass man nach dem MCD-Essen hat, als hätte man  eine Tapetenrolle mit nem Eimer Kleister runtergespült, war das gleiche. Also alles beim Alten!

Im Starbucks Café haben wir später noch ein “Prezel”, die Karikatur eines Laugenbrezels gegessen und seit langem mal wieder einen guten Kaffee getrunken (in Mittelamerika weiss man zwar Kaffe anzubauen, mit dem Zubereiten klappts dann meistens aber nicht).

Gestern und heute haben wir uns in der Stadt ein wenig umgesehen. Das Besondere hier ist meiner Meinung nach die Architektur. Moderne Hochhäuser und Gebäude in Kombination mit Fassaden im Stil vergangender Jahrhunderte. Abends ist hier viel Leben auf den Straßen und es herrscht eine angenehme Atmosphäre. Im Vergleich zu dem was wir bisher gesehen haben wirkt die Stadt jedoch sehr clean. Man kommt sich teilweise vor wie im Phantasialand!

Auch die Gesetze werden hier sehr strikt eingehalten. In der Bar gibt es das Bier nur gegen Vorlage des Ausweises und auch nur eins. Als ich dem Felix ein Bier mitbringen wollte musste ich auch seinen Ausweis vorzeigen.

In der Leiste rechts kann man wieder sehen wo ich gerade bin, diesmal sogar sehr genau! Wenn man in dem Google Maps Fenster auf Streetview klickt und etwas nach rechts schwenkt kann man sehen wo wir heute übernachten. In einem schrobigem Hotel, mitten in einer Baustelle! Mehr koennen wir uns nicht leisten, die Preise sind hier gigantisch!

Ist schon klasse was sich Google da wieder hat einfallen lassen, wer will kann digital noch etwas durch die Stadt laufen.

Morgen fahren wir schon weiter nach Los Angeles… Viele Gruesse

daniel

México!

13. August 2008

Mariachi Ueber der Stadt Wer auf dem Bild ist der Mexicaner?

Ich melde mich noch ein letztes mal aus dem wunderschoenen México! Uebermorgen geht es von Guadalajara aus mit dem Flieger nach Tijuana an der Grenze zu den USA, um dann rueber nach San Diego zu fahren.

Bevor wir gestern in Guadalajara angekommen sind haben wir ein paar saugeile Tage in der Hauptstadt verbracht! Unser Couchsurfing-Gastgeber hat sich gut um uns gekuemmert und uns herumgefahren. Wir haben uns noch mit einer Mexikanerin getroffen die wir in Guatemala kennen gelernt haben und am Freitag, mit weiteren Freunden eine super Fete gehabt!  Meinen Geburtstag haben wir  standesgemaess mit Sombrero, Mescal und Tequila gefeiert. (Foto 3 - Wer ist wohl der Mexikaner?) Am neachsten Tag hab ich, als Geburtstagsgeschenk vom Felix, einen Mariachiauftritt bekommen. Die traditionelle Gruppe hat fuer mich gesungen und gespielt :) ! (Foto 1)

An den anderen Tagen haben wir uns noch das ein oder andere angesehen und uns gefreut mal wieder ganz normale Dinge zu machen, wie ins Kino zu gehen oder eine DVD zu gucken. Am letzten Tag sind wir bei zwei Unis vorbeigefahren um Kontakte zu knuepfen und uns die unterschiedlichen Arbeitsweisen anzusehen. Wir haben dann gleich noch zwei interessante Vortraege mitgenommen und seit langem mal wieder im Hoersahl gesessen! ;)

So liebe Freunde, machts gut oder noch besser

der daniel

Viva Mexico!

7. August 2008

Chitzen-Itzamexico strasse

Seit fast 2 Wochen sind wir nun in Mexico unterwegs und haben das Land schon von seinen unterschiedlichsten Seiten kennen gelernt. Das entspannte Tulum mit seinen Bilderbuchstraenden, das turistisch ueberlaufene Cancun, dass mit seinen riesigen Hotelanlagen und modernen Einkaufszentren eher an Miami erinnert und dann wiederum die historischen Staedte und Mayaruinen. Letztere gab es auf dem Weg von Cancun nach Merida zu sehen, als wir in Chizen-Itza halt gemacht haben. Der groesste Tempel dort duerfte vielen bekannt sein, da die Staette eines der neuen 7 Weltwunder ist. Die Groesse der Bauten und die vielen aufwendigen Insignien waren schon sehr beeindruckend! Von dort aus sind wir direkt nach Merida gefahren, wo unsere erste Couchsurfing Erfahrung auf uns wartete. In der Stadt angekommen, haben wir uns mit Daniel, einem Einheimischen getroffen, der uns die neachsten zwei Tage bei sich aufnahm und uns die Umgebung zeigte. Am Folgetag habe ich, zusammen mit 2 anderen Couchsurfern, einen Ausflug zu den Cenoten gemacht. Mit einem, von Pferdekraft gezogenen, Schienenwagen ging es von einer Cenote zur naechsten. Ein Loch im Boden bildete dann jeweils den Zugang zu den mit Wasser gefuellten Hoehlen. Das durch weitere Loecher in der Decke hindurchbrechende Licht, in Kombination mit bis zu 25 Meter tiefem, glasklarem Wasser erzeugte eine faszinierende Atmosphaere.

Von Merida aus fuehrte unsere Reise weiter nach Palenque. Da es keine Tickets mehr fuer den Direktbus gab, sind wir erst nach Campeche, dann weiter nach Villahermosa, um dann mit Bus Nr. 3 nach Palenque zu kommen. Die Fahrten haben uns den ganzen Tag gekostet, sodass wir erst Nachts in einem Waldhostel in unseren Haengematten zur Ruhe kamen. Am neachsten Morgen haben wir uns die Ruinen dort angesehen, die letzten auf unserer Reise. In San Cristobal haben wir dann den Rest des Tages und den Folgetag verbracht, bevor es im Nachtbus nach Oaxaca ging.

Wir mussten feststellen, dass die Entfernungen in Mexico recht gross und die langen Busfahrten auf Dauer doch sehr ermuedend sind. Den urspruenglichen Plan, noch zur Pazifikkueste zu fahren und am Ende den Bus in Richtung USA zu nehmen, haben wir darauf hin ueber den Haufen geschmissen. Wir sind heute von Oaxaca aus direkt nach Mexico City gefahren, werden hier ein paar Tage bleiben, meinen Geburtstag (080808) feiern und haben dann noch mal 3-4 Tage in Guadalajara. Von dort aus nehmen wir den Flieger nach Tijuana, um dort ueber die Grenze nach San Diego zu fahren.

Hier in der Hauptstadt Mexicos sind wir wieder bei einem Couchsurfer untergekommen, der uns mit dem Auto von Busbahnhof abgeholt und uns bei sich zuhause mit einem warmen Essen empfangen hat. Er wird uns die naechsten Tage durch die Stadt fuehren und dafuer sorgen dass ich morgen (bei euch heute) eine ordentliche Geburtstagsfete bekomme! Der erste Eindruck von der Stadt ist erstmal nur “GROSS”! Mal sehen was die weltweit zweitgroesste Metropole, mit 22,7 Millionen Einwohnern noch zu bieten hat!

Saludos, Daniel

Travel fast, go slow!

29. Juli 2008

Wie man in der Liste sehen kann, haben wir schon ordentlich Meter gemacht! Ursprünglich wollten wir von Honduras erst nach El Salvador, was wir aus Zeitgründen dann aber ausgelassen haben. Stattdessen sind wir zu den Mayaruinen von Copán gefahren. Von dort aus ging es dann weiter nach Antigua in Guatemala. Antigua ist eine weiter Kolonialstadt, die jedoch, verglichen mit León oder Granada etwas künstlich wirkt. Alles scheint sehr sauber und sicher zu sein und die Straßenhunde, wenn es noch welche gibt, verschwinden Nachts auf mysteriöse Weise! Es hat sich auf jeden Fall gelohnt mal einen Tag länger zu bleiben. Am zweiten Tag dort haben wir dann eine Tour zum nahegelegenen Vulkan Pacaya unternommen. Der noch aktive Vulkan spukt kontinuierlich Lava aus und alle paar Jahre sorgt er sogar für richtige Zerstörung! Nach einem etwa einstündigen Aufstieg hatten wir dann eine fantastische Aussicht und konnten über ein Feld aus Lavagestein an einen Fluss aus flüssiger Lava gelangen. Das war sau heiss! Ein paar Touristen haben Marshmallows über den heißen Steinen geröstet!

Von Antigua aus sind wir weiter nach Semuc Champey, in der Nähe von Copán gereist. Das Highlight dort war ein Fluss, der an einer Stelle im Gestein verschwand und von Treppenartigen Becken mit Türkis-blauem Wasser abgedeckt war. Das Ganze lag in einer riesigen Schlucht in beeindruckender Landschaft. Nahe des Parks haben wir dann noch eine Höhlentour gemacht, bei der wir mit Kerzen durchs Wasser gewartet und geschwommen sind.

Die nächste Station unserer Reise war Flores. Von dort aus haben wir eine Sonnenaufgangstour zu den Ruinen von Tikal gebucht. Um halb vier morgens fuhr der Bus los. Dort angekommen hatten wir einen atemberaubenden Blick über den in Morgennebel gehüllten Jungel, aus dem die Spitzen der Mayatempel herrausragten und sich im Hintergrund die Sonne erhob. Unterlegt wurde die Szene mit Geschrei einiger Affen. Sehr beeindruckend!

Noch am gleichen Tag ging es weiter nach Belize. In San Ignacio, nahe der Grenze haben wir die Nacht verbracht und sind am Folgetag zur Insel Caye Caulker gefahren. Dies war der perfekte Ort um sich von den langen Busfahrten und Sightseeing-Trips zu erholen! In Belize sind Spanisch und Englisch Amtssprache, es wird aber auch K´ekchi´(eine alte Mayasprache) und das kaum verständliche Creolenglisch gesprochen. Das ganze Land hat gerade mal 300.000 Einwohner, also etwa so viel wie eine durchschnittliche, deutsche Großstadt! Im ganzen Land geht es sehr gelassen zu. Das Motto lautet “Go slow!”, was man auch sofort zu hören bekommt, wenn man mal etwas schneller unterwegs ist! Am Anfang hab ich noch mit einem “no thanks” geantwortet weil ich gedacht hab die Jungs wollen mir wieder Drogen anbieten! Wir haben uns jedenfalls schnell an das langsame Leben gewöhnt!

Ich hab dann noch die Gelegenheit genutzt und bin Tauchen gegangen. Mit dem Boot ging es in einer zweistündigen, holprigen Fahrt zum Blue Hole. Ein 300 m großes und 130 m tiefes Loch, an dessen Innenwand sich Höhlenformationen mit riesigen Stalaktiten befinden. Der Tauchgang wurde von einigen grossen Riffhaien begleitet, die um uns kreisten und bis auf etwa 2 Meter an uns heran kamen. Danach folgten 2 weitere Tauchgaenge, bei denen wir wunderschöne Unterwasserlandschaften, eine Schildkröte, Moränen, Rochen und vieles mehr zu Gesicht bekommen haben.Von Belize aus ging es dann weiter nach Mexico. Dort erwartete uns ein Traumhafter Strand, wo wir die Nacht in einer Hängematte verbracht und uns die Ruinen angesehen haben. Mit dem tuerkisfarbenen Wasser im Hintergrund ergab die alte Mayastätte ein faszinierendes Bild.

Jetzt sind auf der Isla Mujeres und chillen noch ein bisschen am Strand, bevor es dann wieder ins Inland geht.

Beste Grüße, diesmal mit “ß” und “ü” aus Mexico

León

9. Juli 2008

Hier die neusten Ereignisse aus dem mittleren Amerika!

An unserem zweiten Tag auf Ometepe haben wir uns einen der zwei Vulkane vorgenommen und ihn, in einem 4 stuendigen Wandermarsch, erklommen. Durch den Wald, ueber Stock und Stein ging es den Hang hoch. Der Weg hatte teilweise eine Steigung dass einem schlecht wurde! Der Tourguide hat uns aber erfolgreich bis nach oben getrieben, wo wir dann voellig erschoepft aber gluecklich angekommen sind. Im mitgebrachten Gaskocher haben wir uns das Astronautenkost-Curryhuhn vom Felix zubereitet und uns fuer den Rueckweg gestaerkt. Der Abstieg dauerte dann nur noch drei Stunden und war im Vergleich zur Gegenrichtung ein Klacks. Den Abend haben wir gemuetlich ausklingen lassen.

Von Ometepe aus sind wir dann gestern mit dem Bus nach Leon gefahren. Leon ist eine alte Kolonialstadt die schon 1542, also kurz nach der Ankunft der Spanier, vom guten alten Francisco Hernández de Córdoba gegruendet wurde. Nach ihm ist auch die nicaraguanische Waehrung, Cordoba benannt. So viel zur Geschichte…

Wir sind hier in einem sehr schoenen Backpackerhostel untergekommen, das sich in einem typischen Kolonialhaus mit chilligem Innenhof befindet. Heute haben wir uns die Stadt angesehen, einen Haufen Fotos geschossen und uns bei einer Massage von den Anstrengungen erholt. Jetzt gehen wir noch auf ein Konzert einer lokalen Saengerin und morgen fahren wir weiter nach Tegucigalpa in Honduras.

Falls ihr es noch nicht entdeckt habt, in der Navileiste rechts kann man sehen wo ich mich gerade aufhalte. Mit einem Klick oeffnet sich die Karte mit meinem Standort in Google Maps.

So weit so gut, Schoenen Gruss

daniel

Eine Insel mit zwei Bergen

6. Juli 2008

Hallo!

Diesmal melde ich mich direkt aus Nicaragua. Wir haben Costa Rica den Ruecken gekehrt und sind zur grossen Tour richtung Norden aufgebrochen. Am Samstag Morgen ging es los. Wir haben es mal wieder spannend gemacht und in einer Schnellschussaktion die Sachen gepackt, das Apartment geraeumt und uns verabschiedet. Den Tica Bus Richtung Nicaragua haben wir so gerade eben noch erwischt!

Die erste Station war Rivas, nicht weit von der costaricanischen Grenze entfernt. Dort haben wir die Nacht in einer, na ja sagen wir mal einfachen, Unterkunft verbracht. Ansatt einem Stueck Seife lagen neben dem Bett Kondome aus und es war ein grosser Spiegel direkt neben dem Bett befestigt. Was da sonst fuer Leute absteigen kann man sich ja denken…

Der Laerm der nebenan liegenden Disko wurde mitten in der Nacht, dank eines Stromausfalls, unterbrochen. So hat alles seine Vor- und Nachteile in einem Land wie Nicaragua! Sonntag morgen ging es dann weiter mit der Faehre zur Insel Ometepe. Hier haben wir erstmal entspannt in der Haengematte gebaumelt, ein erfrischendes Bad im See genommen und uns um unser Mittagessen gekuemmert. Als wir ein paar Kinder am Steg angeln sahen, kam dem Felix die Idee einen Fisch zu fangen und zu essen! Da wir nicht wirklich erfahrene Angler sind, haben wir uns entschlossen das Angeln den Kleinen zu ueberlassen und ihnen einfach einen Fisch abzukaufen.

Gluecklicher Weise erinnerte sich Felix noch daran, dass er in der achten Klasse im Biounterricht mal eine Fisch seziert hat, so dass auch gleich klar war wer den Fisch ausnehmen wuerde! Es hat zwar etwas laenger gedauert, aber schliesslich hat er alle Organe fachmaennsich entfernt. Ich hab unser Mittagessen dann auf eine Stock gesteckt, worauf hin wir den Fisch ueber unserem Gaskocher gegart haben. Am Ende haben wir ein leckeres Mittagessen gehabt und waren zu dem noch den halben Tag beschaeftigt!

Morgen brechen wir zu einem 8 Stunden Tagesmarsch zum Vulcan Maderas auf, campen noch eine Nacht auf der Inseln und fahren dann weiter nach Leon.

Bilder gibt es diesmal keine, der Rechner erkennt meine Kamera nicht und das Internet hier ist gaaaanz laaaaaaaaangsaaaam! Ich werd aber versuchen zumindest ein Foto vom Mittagessen nachzuliefern! ;)

Ich lass wieder von mir hoeren,

beste Gruesse

daniel

Finaaaaaaaaaaale!!!

25. Juni 2008

finale

Costa Rica-Trip die 2te!

25. Juni 2008

Nachdem Alex und ich uns einen Tag Auszeit in Cartago gegönnt haben, sind wir am vergangen Donnerstag wieder aufgebrochen, um das Land weiter zu erkunden.

Mit dem Bus ging es zunächst nach Monteverde, wobei sich das leichter anhört als es war! Zunächst sind wir mit dem Bus nach San José gefahren und haben uns am Busterminal das Ticket für die Weiterfahrt gekauft, um halb 3 sollte es losgehen. Es spielte gerade Deutschland gegen Portugal und da es hier an jeder Ecke einen Fernseher gibt und im Fußball-verrückten CostaRica auch überall die EM Spiele laufen, haben wir uns in ein Restaurant gesetzt und die 2te Halbzeit begeistert verfolgt. Es war 14:25, das Spiel war fast zu Ende, als wir wieder herausgingen um den Bus zu nehmen. Der war leider nur schon weg, zu früh abgefahren und dann noch der letzte an diesem Tag! Ahhhhh!

Der hilfsbereite, nicht ganz uneigennützige Taxifahrer, stand schon bereit um mit uns die Verfolgung des Busses aufzunehmen! Nächstes Problem, kein Bargeld mehr dabei, also erster Zwischenstopp Geldautomat und dann mit einem Wahnsinns Schneckentempo dem Bus hinterher. Kurz vor Alajuela haben wir ihn dann erwischt, zum Anhalten aufgefordert und konnten dann im Bus weiter fahren. Der Anfang war schon mal nicht schlecht, die Steigerung des Ganzen war dann der Stau in den wir geraten sind! Vier Stunden lang war kein Vorankommen, so dass wir dann erst um 23:30 in Monteverde angekommen sind. Wir haben dann nur noch unser Zelt aufgebaut und den Tag mit etwas Imperial begossen.

Am nächsten Morgen sah dann schon gleich alles viel sonniger aus. Wir haben eine Canopy-Tour gebucht und uns vom Zelt aus zur Tour abholen lassen. An langen Stahlseilen ging es durch den Wald, über Schluchten und Täler, durch eine wunderschöne Landschaft hindurch. Das längste Kabel hatte eine Länge von 700 Metern und in der Mitte ging es schlappe 150 Meter nach unten! Das Highlight war dann der Tarzan-Swing. Von einer Plattform in den Bäumen, ging es ein paar Meter im freien Fall nach unten, bis sich das Seil spannte und einen im hohen Bogen durch den Wald schleuderte – Adrenalin pur und ein Mords Spaß!

Die weitere Planung unsere Tour sah es dann vor, am nächsten Tag wieder anzureisen, um noch ausreichend Zeit für die Besichtigung des Nationalparks Rincon de la Vieja zu haben. Gesagt getan; der erste Bus, der aus Monteverde herausfuhr, sollte uns erstmal wieder zur Interamerikana bringen, um dort den nächsten Bus nach Liberia nehmen zu können. Wir haben dann Costa Rica mal wieder von seiner besten Seite erlebt, der Bus hat auf halber Strecke aufgegeben! Der Ersatzbus, der wenig später ankam, war schon vorher fast voll und wurde auch im Laufe der Fahrt nicht leerer. An der Hauptstraße sind wir dann umgestiegen, in den nächsten vollen Bus, der uns dann stehend in 1 ½ Stunden nach Liberia gebracht hat.

Wir haben uns noch mal schnell mit Verpflegung eingedeckt und sind mit dem Hoteltaxi zur Rinconcito Lodge, in der Nähe des Nationalparks, gefahren. Auf dem schönen Anwesen, Mitten in der Natur, haben wir unser Zelt aufgeschlagen und die Ruhe dort genossen. Am darauf folgenden Morgen ging der Fußmarsch zum Park los, den wir nach nur einer Stunde Berg rauf, Berg runter, erreicht haben. Dort ging es weiter, 3 Stunden durch den Wald, bis wir im Zentrum des Parks wieder auf die ersten Menschen getroffen sind. Wasserfälle, Fumarolen (heiße Schlammquellen) und ne ganze Menge Viecher waren die Hauptattraktionen des Nationalparks. Auf dem Rückweg zur Rangerstation haben wir noch einen kleinen Abstecher zu den heißen Thermalquellen gemacht, wo wir uns in Badewannen- warmen Wasser von dem anstrengenden Fußmarsch erholt haben. Wenn es nicht so sehr nach Schwefel gestunken hätte, wären wir wahrscheinlich noch ne Weile länger geblieben. ;)

Die Nacht haben wir wieder im Zelt an der Rangerstation verbracht, sind am nächsten Tag noch mal durch den Park gelaufen und waren an einem (kalten) Wasserfall schwimmen.

Am Nachmittag ging es zurück zur Rinconcito Lodge, wo ein ordentliches Abendessen auf uns wartete und nach einer weiteren Nacht im Zelt, der Heimweg anstand.

Jetzt sind wir wieder in Cartago, schauen uns gleich die Partie Deutschland gegen Türkei an und morgen reist der Alex auch schon wieder ab. Danach sind es nur noch wenige Tage bis Felix und ich hier die Zelte abbrechen. Es wird noch eine Abschiedsfeier geben, das ein oder andere muss noch erledigt werden und dann geht es für uns 2 ½ Monate lang non Stopp auf Amerikareise. Immer weiter Richtung Norden, um dann, Mitte September von Gringo-Land aus zurückzufliegen. Ich werde mein Bestes geben meinen Blog auch unterwegs aktuell zu halten und euch mit den neusten Abenteuern auf dem Laufenden zu halten. Hier könnt ihr euch die Strecke ansehen, die wir in den Letzten drei Wochen zurückgelegt haben! Die Fotos vom zweiten Trip sind auch schon online und wie immer in der Fotogalerie zu finden.

So, jetzt heißt es erst mal wieder SCHLAAAAND, SCHLAAAAAAAAND!

Macht’s gut!

Daniel